Bereits am Samstag haben die E-Junioren ein weiteres Unihockey-Wochenende in der Grosshalle eingeläutet. Am Sonntag, 8. Dezember 2024 waren nun die Damen von Unihockey Tösstal an der Reihe, das lang ersehnte Heimturnier stand an. Die Damen erwischten keinen guten Start in die Unihockeysaison 2024/2025, mit nur Rang sieben nach sechs Spielen blieben sie unter ihren Erwartungen. Da kommt das Heimturnier doch gerade recht, eine verspätete Zündung, um die Aufholjagd zu den vorderen Tabellenplätzen doch noch zu erreichen könnten sie gut gebrauchen.
In der ersten Partie um 10:50 Uhr trafen sie auf den Tabellenzweiten Rheintal Gators aus dem Rheintal. Fünf Siege stehen nur einer Neiderlage gegenüber, die Tösstalerinnen waren also gewarnt. So starteten sie sehr konzentriert in die Partie und liessen fast keine Chancen zu, selbst hingegen setzten sie immer kleine Nadelstiche. So gingen die Damen in der fünften Minute verdient in Führung, ein guter Start in die Partie. Dieser Start wurde gleich noch besser als sie nur wenige Sekunden nach dem Führungstreffer gleich auf 2:0 erhöhten. Die Gegnerinnen waren nun unter Zugzwang und prompt kam die Antwort, nur wenige Sekunden nach dem 2:0 fiel der Anschlusstreffer. Nun schienen die Gators Blut geleckt zu haben, je länger die erste Hälfte dauerte, desto mehr Druck übten sie auf die Heimmannschaft aus. Diesem Druck konnten die Damen nicht lange standhalten, in der 8. Und der 14. Spielminute fielen zwei weitere Treffer für die Gäste. Mit 3:2 für die Gäste ging es auch in die Pause. Die Ausgangslage für die zweite Hälfte war sehr ausgeglichen. Zwar spielen die Gäste besser und führen darum auch verdient, doch die Tösstalerinnen sind nicht chancenlos, ein früher Tor wäre ideal. Kurz nach Wiederanpfiff fiel auch gleich ein Tor, jedoch gingen die Gäste mit 4:2 in Führung statt dem Ausgleich. Die Gäste blieben weiterhin spielbestimmend und strahlten mehr Torgefahr aus. Aufgrund einer Zweiminutenstrafe konnte sich das Tösstaler Unterzahlspiel beweisen, mit grossem Kampf hielten sie sich schadlos. Nach einem weiteren Treffer der Gators, bekamen die Damen einen Penalty zugesprochen, vielleicht würde der Anschlusstreffer Hoffnung zurückbringen. Ein wunderschön ausgeführter Penalty brachte die Damen auf zwei Tore heran. Dann setzten sie alles auf eine Karte, der Goalie wurde durch eine vierte Feldspielerin ersetzt. Zwar erarbeiteten sie sich freie Abschlüsse, doch keiner fand den Weg ins Tor, im Gegenteil, die Gäste erzielten mit einem Emptynetter das 6:3. Mit diesem Resultat endete das Spiel, zwar kämpften die Damen wacker, aber der Sieg ging verdient an die Rheintal Gators.
Nach der Niederlage im ersten Spiel brannten die Damen auf Revanche, jedoch stand ihnen erneut ein starker Gegner gegenüber, die drittplatzierten Wild Pigs aus dem Zürcher Weinland. Erneut mussten sich die Damen auf einen harten Kampf einstellen. Die Partie startete ausgeglichen, beide Mannschaften waren gut beraten keine Fehler zu begehen. Auch beide Torhüter konnten sich sogleich mit tollen Paraden auszeichnen. In der neunten Spielminute gingen die Damen nach einer schönen Einzelleistung mit 1:0 in Führung. Doch wie im ersten Spiel wussten die Gegnerinnen zu reagieren, 30 Sekunden später fiel der Ausgleich. Die Tösstalerinnen wurden in der Folge deutlich stärker als die Gäste. Diese Überlegenheit wussten sie auch in Zählbares umzumünzen, bis zur Pause erhöhten die Damen auf 3:1. Diese kurze Pause war sehr wichtig, um sich für die letzten 20 Minuten zu sammeln, die Ausgangslage war günstig, um den nächsten Sieg einzufahren. Die Tösstalerinnen blieben auch in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft und erarbeiteten sich mehr Torchancen. Die logische Folge davon waren die Treffer Nummer vier und fünf für die Heimmannschaft. Die Wild Pigs schienen geschlagen und nicht im Stand zu reagieren, ihnen blieb nichts anderes übrig als in der 34. Spielminute die Torhüterin durch eine vierte Feldspielerin zu ersetzen. Lange schien auch dieser Trumpf nicht zu stechen, doch zwei Minuten vor Ende fielen innert Kürze zwei Treffer für die Gäste. Dies sorgte noch einmal für ein wenig Nervosität kurz vor Schluss, doch die Damen bewahrten einen kühlen Kopf und brachten den Vorsprung über die Runden. Ein letzter Treffer ins verlassene Tor war nur noch Resultatskosmetik, die Damen gewinnen das zweite Spiel des Tages mit 6:3. Mit diesem tollen Sieg endete das diesjährige Heimturnier doch noch versöhnlich. Zwar machen sie keine Plätze in der Tabelle gut, doch dieser Sieg war fürs Selbstvertrauen und wichtig, um am Tabellenmittelfeld dranzubleiben.