Die letzte Meisterschaftsrunde dieser Saison fand in Degersheim statt. Uns gegenüber standen zum Abschluss die Red Lions Frauenfeld und das Team aus Mörschwil, beides gute Teams, welche uns immer stets sehr gefordert haben. Die Stimmung war ein Mix aus Freude (zu Spielen), Trauer (dass die Saison endet) und teils grosser Nervosität… wovon auch immer.
Gut vorbereitet, mit der Aufgabe während den ersten fünf Spielminuten kein Gegentor zu erhalten, starteten wir in das Spiel gegen Frauenfeld. Leidenschaftlich kämpften die Spielerinnen um jeden Ball und konnten uns auch immer wieder Chancen erarbeiten. In der fünften Spielminute konnte dann Hanna den Aufwand mit dem 1:0 Führungstreffer belohnen. Das Spiel gestaltete sich ausgeglichen mit Chancen auf beiden Seiten, welche aber von den Torhüterinnen, bei uns Nadia, vereitelt oder von den Verteidigerinnen geblockt wurden. Die Null stand immer noch, doch gegen Ende der ersten Hälfte wurde der Druck der Löwinnen stärker. In der 16. Minute musste sich dann auch Nadia ein erstes Mal bezwingen lassen. Dies liess die Gegnerinnen nicht abbringen weiter zu drücken, kurz vor der Pause durften sie ein zweites Mal jubeln. Zur Pause stand es 1:2 aus unserer Sicht, eine wirklich starke Halbzeit unserer Truppe. Nach der Pause wollten wir idealerweise den gleichen Start wie zum Spielbeginn hinlegen. Doch die Frauenfelderinnen hatten da etwas dagegen und erzielten bereits kurz nach wieder Anpfiff das 1:3. Danach konnten wir das Spiel wieder kontrollieren und kamen vermehrt auch wieder zu eigenen Chancen. Die Bemühungen waren nicht vergebens, denn durch Janes Tor konnten wir auf 2:3 verkürzen. Bis zur 30. Minute war das Spiel ausgeglichen, was danach geschah…??? In den folgenden fünf Minuten wurde uns komplett der Stecker gezogen, auf einmal war vieles wie weggeblasen, wir waren nicht mehr bei den Gegnerinnen und spielten Fehlpässe, einfach komplett von der Rolle. Dies wurde von den Löwinnen eiskalt ausgenutzt, mit vier Toren konnten sie vorentscheidend auf 2:7 davonziehen. Mit einem Time Out versuchten wir, für die letzten fünf Minuten wieder Ordnung ins Spiel zu bringen. Dies gelang dann erfreulicherweise. Beide Teams trafen noch je einmal ins Schwarze. Unsererseits konnte Hanna, mit ihrem zweiten Treffer, nochmals auf 3:7 verkürzen, ehe dann die Frauenfelderinnen mit dem letzten Treffer des Spiels das 3:8 Endresultat bewerkstelligten. Ein über weite Strecken starkes Spiel des Teams, leider mit dem fünfminütigen Hänger, welcher uns gnadenlos aufzeigte, dass die Luft in der Masterround immer dünner wurde und was es benötigt, um weiterzukommen.
Nach kurzer Verschnaufpause stand noch das Kräftemessen mit den Mörschwilerinnen auf dem Plan. Wir erwarteten ein enges und umkämpftes Spiel gegen aufstrebende Gegnerinnen. Auch hier lautete die Devise, konzentriert und organisiert zu spielen und die Gegnerinnen stets zu stören. Es zeigte sich schnell, dass es das zu erwartende enge und umkämpfte Spiel werden sollte. Nach acht Minuten konnte Lilian ein erstes Mal den Ball an der generischen Torhüterin vorbei zum 1:0 ins Tor bringen. Doch auch den Gegnerinnen mussten wir immer wieder gute Chancen zu gestehen, meist leider durch Unkonzentriertheiten, welche zu Fehlern führten. Bis zur 10. Minute konnte Olivia im Tor sämtliche Bälle abwehren. Doch nun war auch sie geschlagen und dies dann gleich doppelt. Denn mit einem Doppelschlag konnten die Mörschwilerinnen den Spielstand zu ihren Gunsten zum 1:2 drehen. Die Fehler blieben eine Konstante in unserem Spiel und in der Offensive fehlte oft die Überzeugung und Durchschlagskraft. Passend zu diesem Tag, in der letzten Minute vor der Pause schlug es nochmals weitere zweimal in unserem Tor ein, so endete die erste Halbzeit 1:4. Mit unserem Spiel konnten wir nicht zufrieden sein und waren gewillt nochmals alles zu geben, um das Spiel zu wenden. Mit dem Start in die zweite Hälfte, war zu erkennen das die Mädels eine Reaktion zeigen wollten und bemüht waren das Spiel in die eigenen Hände zu nehmen. Hanna konnte schon bald das 2:4 erzielen und weckte den Kampfgeist noch mehr. Selbst das zwischenzeitliche 2:5 änderte am Willen nichts. Mit Linnéa und wiederum Hanna konnten wir bis auf ein Tor zum 4:5 herankommen. In der 31. Minute landete ein scharf gespielter Auslösepass, leider, via gegnerischem Stock direkt und unhaltbar für Olivia in den eigenen Maschen. Selbst dies liess uns nicht stoppen. Mit einem Doppelschlag in der 35. und 36. Minute durch die stark Spielende Hanna konnten wir das Spiel endlich ausgleichen. Für Spannung in die letzten fünf Minuten war gesorgt. Knapp drei Minuten vor dem Ende, nutzten die immer aufsässigen Gegnerinnen eine Unachtsamkeit zum 6:7. Dies war dann das eine Tor zu viel und unser Wille war gebrochen. Mit zwei weiteren Toren kurz darauf konnten die Mörschwilerinnen den Sack zu machen und das Spiel mit 9:6 für sich entscheiden.
Somit ging eine alles in Allem sehr erfolgreiche erste C Juniorinnen Saison doch enttäuschend zu Ende. Grossartig wie die Spielerinnen sich in der Vorrunde schlugen und dank dem dritten Tabellenrang, ihr selbst gestecktes Ziel, die Masterround, souverän erreichten. In der Masterround mussten wir dann erfahren, dass es keine leichten Spiele mehr gab. Auch hat uns die lange Pause sicherlich nicht geholfen den Rhythmus beizubehalten. Trotzdem konnten wir uns den 3. Rang bis zum Ende halten, was definitiv grossartig ist. Ein Dank auch an die Eltern welche uns die ganze Saison über zahlreich und lautstark unterstützten. Wie immer gibt es Ende Saison Veränderungen, altershalber muss uns Hanna verlassen. Danke für deinen Einsatz, du hast unser Team bestens ergänzt und weitergebracht. Auch hatten wir noch nie eine Spielerin, welche so oft in den Trainings und Spielen die Torumrandung traf, neben den Treffern, die du erzielen konntest. Mach weiter so und viel Erfolg bei den B Juniorinnen. Auch haben wir bereits neue Spielerinnen, welchen wir das Unihockey-ABC am Beibringen sind. Wie Amélie, welche bereits in der Masterround zum Einsatz gekommen ist. Dazu kommen noch Maria, Elina und die neuste Neuerwerbung Melina, welche sich in den nächsten Monaten das Rüstzeug für Einsätze erwerben wollen.












